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Antibiotikaresistenz – Volksgesundheit Thüringen
Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,
es ist kein Geheimnis, daß die Zahl der gegen Antibiotika resistenten Krankheitserreger in bedrohlichem Maße zunimmt. Zu diesem Zweck koordiniert das Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene
des Universitätsklinikums Freiburg das Projekt BURDEN, das von der Europäischen Union ins Leben gerufen wurde.
“ Mit den validen und vergleichbaren Informationen wollen wir in der Öffentlichkeit sowie bei Entscheidungsträgern in der Politik und im Gesundheitswesen ein Bewusstsein und Verständnis für die gesellschaftliche Dimension des Resistenzproblems erzeugen“, so der Projektkoordinator Prof. Dr. Uwe Frank, Ärztlicher Direktor (komm.) des Instituts.
Das Projekt läuft seit 2007 über drei Jahre, also noch ein Jahr.
Nach Prof. Frank könnte eine ‚Vorflemmingsche Zeit’ drohen, wo es also noch keine Antibiotika gab.
Es ist ein offenes Geheimnis, daß größere Epidemien oder gar eine Pandemie nicht auszuschließen sind. Daß die Hygenia-Net GmbH aus 83707 Bad Wiessee die Situation bereits nutzt und Betrieben einen ‚Notfallplan’ anbietet, erscheint nicht ganz seriös, stützt sich aber auf Aussagen der WHO, des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) und das Robert Koch Institut. Es dürfte allgemein schwer fallen, die Gefahrensituation klein zu reden, was ich Ihnen auch nicht unterstelle. Ich denke, daß Prof. Frank Ihr Bewusstsein und Verständnis für die gesellschaftliche Dimension (s.o.) bereits geweckt hat.
Ich frage Sie nun aber, wie Sie, Herr Ministerpräsident, unser Land für einen solchen Fall gewappnet haben oder dabei sind, selbiges zu tun.
Ich erwarte keine Wunder und auch keine Beschwichtigungen, sondern eine präventive Strategie, die hoffentlich besser ist, als die der Bundesregierung gegen die Finanzkrise.
Mit freundlichen Grüßen
Heinz Schneider |