jährt sich wieder.
Als Kind habe ich noch von Tetschen aus trotz Erdkrümmung das Abendrot am Himmel gesehen und zwei Tage später einen “Geisterzug “ halbirrer Menschen auf der Landstraße erlebt.
Es stellt sich für mich die Frage, ob hierzu nicht schon genug gesagt und geschrieben wurde und ob nicht ein alljährliches, kurzes und stilles Gedenken der Dresdner genügt.
Wenn ich aber in letzter Zeit verstärkt vernehme, daß von der wahren Intention, der großtechnischen Erprobung neuartiger Massenvernichtungsmittel abgelenkt werden soll und in letzter Zeit verstärkt höre, daß die Russen es gewesen sein sollen, auf deren Bitten und Drängen sich die englischen Kampfstaffeln in Bewegung setzten, dann stellt sich mir diese Frage nicht mehr.
Das Inferno bleibt unbestritten und wird auch nicht geleugnet. Was man aber gern leugnen möchte und selbiges auch vermehrt versucht, ist die Jagd anglo-amerikanischer Tiefflieger auf wehrlose Menschen, darunter viele Frauen und Kinder, die sich auf die Elbwiesen zu retten versuchten. Diese Schuld liegt schwer auf den Schultern dieser beiden Siegermächte, und gern möchte man diese Schmach abwischen, was auch verständlich ist. Es liegt aber an uns, das zu verhindern.
Eine solche Leugnung ist natürlich ohne Folgen, und so wird es auch bleiben. Dasselbe gilt aber auch noch für die Umkehrung.
09.02.09
Dr. Heinz-Joachim Schneider
Landesvorsitzender Thüringen
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